Heikendorfer Bucht

Am  idyllischen Fördewanderweg am Ostufer der Kieler Förde liegt die Heikendorfer Bucht. Von dort blickt man auf die etwa gegenüber liegende Holtenauer Schleuse.  Man erreicht diesen Angelplatz, wenn man von Kiel Richtung Heikendorf fährt und im Wald kurz hinter Mönkeberg in Richtung Kitzeberg einbiegt und den rot markierten Wegen folgt (bis zum Wendehammer in der Nähe der kleinen Au).


Ein ausgedehntes Flachwassergebiet begrenzt die Bucht nach Süden (in Richtung Kitzeberg). Die Bucht selbst ist relativ flach mit sandigem Untergrund.  Etwa in der Mitte der Bucht gibt es einen kleinen Steg, in dessen Verlängerung ein Sand- /Muschelriff liegt. Dies ist eine der Top Stellen in der Bucht. Heikendorfer Bucht Insgesamt ist die Heikendorfer Bucht ein typischer Winterplatz, an dem recht früh in der Saison Meerforellen und vereinzelt auch Steelheads gefangen werden. Die heißeste Zeit ist die Schwarmzeit der Seeringelwürmer (Sandwürmer), die hier bei entsprechenden Wassertemperaturen bereits im Februar beginnen kann. Dann ist Nachtangeln angesagt und schwarze voluminöse Muddler sind der Bringer! Vorsicht, die Fische kommen sehr dicht ans Ufer und mehr als knietiefes Waten ist kontraproduktiv. Wenn die Fische kommen, sind Fänge von mehreren Fischen innerhalb kurzer Zeit möglich. Beste Nächte März 2000 (12 MF), Heikendorfer Bucht März 2001 (7 MF). Meerforellen unter 45 cm und Absteiger werden natürlich zurückgesetzt. Tagsüber ist man mit einem Belly Boat besser dran, da dann die Fische selten in Wassertiefen unter 1.5 m anzutreffen sind. Allerdings trifft man manchmal ganze Flotten von Belly Boat Fahrern, die mit den Uferanglern konkurrieren. Nachts hat man die Bucht dann meist allein.


Temperaturen spielen eine wesentlich Rolle für die Winterfischerei in der Kieler Förde. Besonders produktiv sind Perioden, in denen südwestliche Winde kaltes Winterwasser aus der Bucht heraustreiben und wärmeres Wasser aus tieferen Lagen für einen rapiden Temperaturanstieg in der Bucht sorgen. Temperatursprünge von 2-4 Grad sind nicht selten und induzieren so manchen Fressrausch. Also immer schön die Internetseite des Instituts für Meereskunde beobachten und bei steigenden Temperaturen sofort in die Angelklamotten springen; ihr werdet's nicht bereuen. Windrichtungen bei denen man bequem fischen kann sind Ost bis Südwest; bei Nordlagen ist es für einen Rechtshänder meist recht unbequem.

Meerforellen finden in der Heikendorfer Bucht eine abwechslungsreiche Diät aus Seeringelwürmern, Sand- und Steingarnelen sowie Sandgrundeln. Enstsprechend sollte die Fliegenauswahl ausfallen: große schwarze Muddler (#4-1/0), Garnelenimitationen wie z. B. Magnus (#4-2) und vielleicht eine Reizfliege wie Mickey Finn (#4-2) für Steelheads sind gute Kandidaten.